Talpasolutions


Die Technologie:

Das junge Essener Startup talpasolutions GmbH (www.talpasolutions.com) ist ein Anbieter einer Internet-of-Things Plattform – assetanalytics und hilft Unternehmen der Bergbauindustrie Gewinnungsprozesse zu optimieren, Maschinenausfälle zu reduzieren sowie die Sicherheit in Bergwerken zu erhöhen, indem Daten verständlich gemacht werden. talpasolutions hat die steigende Bedeutung von Daten im industriellen Kontext realisiert und hilft Unternehmen ihre Daten zu verstehen und auf Basis dieser faktenbasiert zu handeln. Dabei arbeitet talpasolutions mit Herstellern des Schwermaschinenbaus und internationalen Bergbauunternehmen zusammen, um wirtschaftlichen Nutzen aus den gesammelten Maschinendaten zu extrahieren, die sonst vergeudet wären. Dabei sammelt, normalisiert und speichert assetanalytics Echtzeitdaten von Schwermaschinen und integriert und korreliert Informationen/Daten aus dem Bergbauprozess und weiteren Datenquellen von Drittanbietern. Durch die Integration bestehender Workflows in Algorithmen, kann die richtigen Person, die richtige Maßnahme zur richtigen Zeit ergreifen.


Das Problem

Aktuelle Analysen zeigen, dass seit 2004 die Produktivität von Bergbauprozessen weltweit um rund 35% gesunken ist. Die Hauptursachen dafür liegen in strukturellen Arbeitsmarktveränderungen, erhöhten Beschaffungskosten, kritischen Engpässen bei Energie und Wasser sowie sinkenden Lagerstättenqualitäten. Als Reaktion erhoffen sich Bergwerke mit Hilfe von automatischen Sensordatenanalysen eine erhöhte Transparenz, Sicherheit und eine verbesserte Effizienz von Prozessen, mittels Störungsidentifizierungen, Produktionssteigerungen sowie ganzheitliche Leistungs- optimierung eines Bergwerks zu erzielen. Durch die Erhöhung technischer Verfügbarkeiten einzelner Betriebsmittel, sowie der betriebsmittelübergreifenden Abstimmung einer ganzen Flotte lässt sich der Gesamtnutzungsgrad des Bergwerks steigern.


Der Stand der Technik

talpasolutions hat im Rahmen seiner Marktvorbereitung festgestellt, dass Betriebsmittel verschiedener Hersteller bereits über eine breite sensortechnische Ausstattung von meist über 120 Sensoren verfügen, um relevante Daten auszulesen. In der Betriebsphase werden jedoch nur rund 5 % der Daten berücksichtigt, um den Zustand der Betriebsmittel zentral zu überwachen. Langzeitdatensätze von Sensoren werden nicht genutzt, um notwendige Wartungen und den Reparaturbedarf zu prognostizieren. Anstatt dauerhaft Informationen auf Basis von Sensordaten online zu empfangen und mittels Big Data Analysen für die Optimierung des Produktions- prozesses zu nutzen, ist es vielfach üblich, dass Mitarbeiter die entsprechenden Kennzahlen manuell ermitteln. Kennzahlen, wie beispielsweise Fördermengen, Zykluszeiten und Transportwege basieren vielfach auf der Einschätzung einzelner Mitarbeiter. Derzeit sind häufig handschriftliche oder im besten Fall excelbasierte Tabellenkalkulationen, Fehleraufzeichnungen und Wartungspläne die gängige Praxis. Ungeplante Verlegungen oder Wechsel von Betriebsmitteln aufgrund von Störungen basieren auf subjektiven Entscheidungen einzelner Mitarbeiter mit einem limitierten Überblick über die Auswirkungen auf die gesamte Prozesskette.


Die Chance

Derzeit sammelt die Bergbauindustrie große Datenmengen und benötigt Systeme, um diese auszuwerten und dauerhaft in analytisches Know-How zu transferieren. Durch die horizontale und vertikale Integration von Datenquellen verteilter Systeme und automatische Datenanalysen ergeben sich hohe Potentiale für eine systemübergreifende und faktenbasierte Entscheidungsfindung sowie Prozess- optimierung. Für eine schnelle Entscheidungsfindung und ganzheitliche Prozessoptimierung bedarf es eines Informationssystems, das als Schaltstelle zwischen den beiden zeitlichen Extremen (Produktions- und Automationsebene / Unternehmensleitebene) angesiedelt ist.


Die Lösung

Mit Hilfe von einzigartigen Partnerschaften mit Branchenführern, ist talpasolutions in der Lage, branchenübergreifendes Know-how, Data Science und Prozesswissen zu kombinieren und integrieren, um hochwertige Lösungen im Bereich der Big Data Analysen anzubieten. Die Geschäftsidee von talpasolutions umfasst dabei ein Serviceangebot für die automatische Speicherung, Visualisierung und Analyse von Sensordaten der Betriebsmittel im Bergbau. Neben enem einheitlichen Datenbestand der Betriebsmittel wird die Analyse von großen Datenmengen in Fast-Echtzeit ermöglicht, um eine dauerhafte und schnittstellenübergreifende Optimierung von Prozessen und Betriebsmitteln in der Bergbauindustrie zu gewährleisten. Nach dem Leitgedanken „Discover patterns in exceptions.“ bietet talpasolutions eine innovative maschinen- und herstellerneutrale Plattform für die Analyse von Sensordaten und weiterer Quelldaten mit Hilfe des Cloud-Computing. assetanalytics ist eine Analyse- und Kommunikationsplattform für Bergwerke, zur Ableitung optisch ansprechender und aussagekräftiger Informationen für eine effizienzmaximierende Anwendung. Der spezifische Kundennutzen beginnt mit dem Aufbau eines Verständnisses für das digitale Abbild der integrierten Betriebsmittel anhand der Sensordaten. Diese ermöglichen die Ermittlung und Übertragung von Korrelationen zwischen Abbausituation, Betriebszustand, -beanspruchung und Verschleißverhalten des Betriebsmittels anhand von spezifischen Algorithmen.


Das Unternehmen:

talpasolutions setzt sich aus dem Gründerteam, vier praxisorientierten Akademikern zusammen, welche bereits über mehrjährige internationale Projekterfahrung, insbesondere in der Bergbauindustrie verfügen. Neben sich ergänzenden Kompetenzen aus unterschiedlichen Studienrichtungen zeichnet sich talpasolutions auch durch seine kooperative und von Offenheit geprägte Arbeitsweise aus. talpasolutions ist im August 2016 von den vier Gesellschaftern Sebastian-Friedrich Kowitz (Geschäftsführer & Vertrieb), Kai Meschede (Geschäftsführer & Technischer Leiter), Artem Zitzer (Leiter Organisation) und Philipp Lorenz (Leiter Finanzen). Der Unternehmensname leitet sich aus dem lateinischen Begriff talpa – Maulwurf und dem englischen Begriff solution – Lösung ab. Durch die vielen Sinneszellen ist der Maulwurf bestens an die unterirdische Lebensweise angepasst und kann seine Umgebung optimal wahrnehmen.